mindestanspruch

4. Januar 2010

ich mag es ihnen ja von herzen gönnen:

Die Initiative, die mindestens fünf Wochen Ferien pro Jahr für das Personal im öffentlichen Dienst verlangt

aber ich möchte doch noch aus diesem artikel berichtigen:

“Die Angleichung der Ferienbedingungen an das Umfeld in der Privatwirtschaft…” – öhm.. ich arbeite in der privatwirtschaft und habe grad mal 22 tage ferien pro jahr. einfach so, damit das hier auch erwähnt ist.

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11 Mitflieger “mindestanspruch”

  1. 01

    so so, ich bin dagegen. Ich hatte ausser in meiner Lehrzeit, und da ist das glaub ich gesetzlich so vorgeschrieben, nie 5 Wochen Ferien.

    Silberpfeil am 4. Januar 2010 um 20:50
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  2. 02

    [...ich arbeite in der privatwirtschaft und habe grad mal 22 tage ferien pro jahr...]
    Aber alleine der Detailhandel hat grossteils mind. 5 Wochen (siehe Tages-Anzeiger v. heute). Damit ist der Vergleich mit der Privatwirtschaft schon gerechtfertigt. Abgesehen davon können solche Regelungen auch angenehme “Sideeffekte” haben, wenn die Privatwirtschaft ggf. mal nachzieht.

    bruno am 5. Januar 2010 um 08:32
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  3. 03

    dagegen sag ich gar nichts. ich wollte nur darauf hinweisen, dass es nicht in der ganzen privatwirtschaft so ist, wie das nämlich hier den anschein machen tut.

    pipistrella am 5. Januar 2010 um 09:03
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  4. 04

    warum sind sie dagegen, frau silberpfeil? man kann doch nix gegen mehr ferien haben? ich hatte immer sechs wochen – und würd die zwei niemals hergeben. wobei es jetzt, wo ich teilzeit arbeite, nicht mehr so nötig ist wie damals, als ich vollzeit arbeitete. ich frag mich mehr, warum ich früher nie auf die idee kam, teilzeit zu arbeiten. das leben ist so viel schöner :-) )

    rage am 5. Januar 2010 um 12:43
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  5. 05

    übrigens, was ich noch vergessen habe zu sagen: bei den meisten in der privatwirtschaft, die 5 wochen ferien haben, dient die 5. woche dazu, allfällige überstunden abzugelten, da man dafür keine zeiterfassung mehr machen darf/kann/muss (was vielerorts meistens zugunsten des arbeitgebers ist).

    aber nicht falsch verstehen, nur weil ICH etwas nicht habe, heisst das nicht, dass ich es anderen nicht gönne. von daher bin ich voll dafür, dass das personal im öffentlichen dienst diese 5. woche auch erhält.

    pipistrella am 5. Januar 2010 um 12:52
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  6. 06

    ähm, den zusammenhang von 5. woche und überzeitabgeltung versteh ich jetzt aber nicht (und hab ich auch so noch nirgends gehabt)? ferien sind ferien und überzeit ist überzeit und beides wird separat gehandhabt und verrechnet (zumindest in dem teil der privatwirtschaft, in dem ich tätig bin ;) ).

    bruno am 5. Januar 2010 um 16:54
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  7. 07

    Es betrifft mich ja gar nicht. Als Nichtzürcherin darf ich darübber nicht abstimmen.
    Grundsätzlich ist es ja allen zu gönnen, wenn sie mehr Ferien haben, bloss darf die Umwälzung dann nicht auf Kosten der Arbeitnehmer laufen. Aber das scheinen sie ja mit der Initative sicherstellen zu wollen.
    Ich bin halt bloss neidisch, da wir in unserer Branche einfach überall am Schlechtesten abschneiden.
    Da gilt das OR, und nicht mehr.

    Betreffend Überzeit: Bei meinem Mann ist es auch so. Er hat zwar jetzt die 5. Ferienwoche, darf aber die Überzeit nicht mehr aufschreiben. D

    Silberpfeil am 6. Januar 2010 um 22:30
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  8. 08

    liebes bruderherz, da du bei einem sozialen arbeitgeber arbeitest, kennst du das nicht ;-) . also du hast natürlich recht, überzeit ist überzeit, aber eben nur, wenn sie angeordnet ist.
    in den meisten fällen, wenn man eine 5. ferienwoche erhält, ist es so, dass man die arbeitszeit nicht mehr aufschreiben kann, man hat dann sogenannte ziele zu erreichen und da man da oft auch mal etwas länger arbeitet (nicht angeordnet, wohlgemerkt, unterschreibt dir kein arbeitgeber), arbeitest du schlussendlich schnell mal mehr stunden, als diese 5. “Ferienwoche” ausmacht. so ist diese ferienwoche 1. keine wirkliche ferienwoche und 2. fährst du meistens noch schlechter als zuvor.

    pipistrella am 7. Januar 2010 um 07:12
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  9. 09

    danke für den hinweis bzgl. sozialem arbeitgeber. nach dem neuesten sparappell für 2010 wäre mir das fast entfallen (aber du hast recht, ich darf nicht klagen ;) ).

    aber gilt das mit der 5. ferienwoche und den nicht mehr verrechenbaren überzeiten in der regel nicht nur für kaderpersonal? das wäre das erste mal, dass ich davon höre, dass eine solche regelung auch auf “normalos” angewendet wird. beim kader (und bei uns sogar erst ab vizedirektor) sind solche regelungen wohlbekannt, aber auch finanziell nicht allzuschlecht abgegolten. aber ich lasse mich natürlich (in dem fall nicht unbedingt gerne) eines anderen belehren.

    überzeit ist übrigens nicht nur überzeit, wenn sie angeordnet ist, sondern generell, wenn sie deine vertragliche maximalarbeitszeit überschreitet. ich mache z.B. jedes jahr hunderte von stunden überzeit, die nicht angeordnet ist, aber “betrieblich notwendig”. (alles was bei mir übers monatssoll geht, zählt als überzeit und wird so behandelt).

    … habe gerade mal im arbeitsrecht geschneugt:

    “In einem Arbeitsvertrag können Unternehmer allerdings auch festschreiben, dass die Arbeitnehmer eine bestimmte Anzahl Überstunden unentgeltlich leisten müssen.”

    D.h. für mich, du unterschreibst entweder eine solche regelung oder sie ist nicht rechtens.
    ok, dass unternehmen versuchen, solche regelungen zu unterwandern, ist mir auch klar… :(

    bruno am 7. Januar 2010 um 10:56
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  10. 10

    jetzt muss ich auch noch m einen kommentar loswerden.
    ich hab ja in meinen 10 jährli arbeitserfahrung doch so den ein oder anderen job/firmenwechsel gehabt. sage und schreibe 6 verschiedene arbeitgeber und nur beim kanton 4 wücheli ferien. sonst immer 5 wochen. soviel also zur privatwirtschaft und dem ‘generellen’ 5 wochen prinzip. und ja, auch überall hab ich die überzeit kompenzieren können.

    aber ob da ‘meine’ firmen als referenz gelten?

    würde auch nie mehr ne stelle annehmen, bei welcher man nicht 5 wochen ferien hat. vielleicht zu verwöhnt? ich weiss es nicht.

    seenia am 8. Januar 2010 um 12:54
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  11. 11

    ähm ja. natürlich all die temporär-einsätze nicht mitgezählt (sonst wären es noch mehr arbeitgeber…)

    seenia am 8. Januar 2010 um 12:54
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