50

wenn man ein jahr älter wird, ist das ja nicht so, dass es klack macht und man spürt, dass man plötzlich um ein jahr älter wird. ob man jetzt 49 oder 50 jahre alt ist, am geburtstag selber spielt das überhaupt keine rolle. ob man 48 oder 47, ob man 41 oder 40, ob man 29 oder 28 jahre ist, dieses eine jahr macht keinen unterschied.

und trotzdem ist es ein unterschied, ob man 50 oder 40 ist, ob man 50 oder 30 ist und noch mehr, ob man 50 oder 20 ist. und es sind nicht alleine die lebenserfahrungen, die man in dieser zeit gemacht hat, nicht all die guten und auch weniger guten dinge, die man erlebt hat, nicht all die erkenntnisse, die man dadurch gewonnen hat.

auch körperlich wird man älter, die falten kommen, das aufstehen fällt manchmal schwerer, die knochen wirken zeitweise eingerostet. und das ist so schleichend langsam und unauffällig passiert, dass man es immer erst wahrnimmt, wenn es wirklich nicht mehr zu übersehen ist.

von 50 zu 49 gibt es keinen unterschied. aber ich glaube, ich habe da eine falte mehr entdeckt….

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früher

der unmut ist gross. über diese krawallmacher, hooligans, fussballfans, 1.mai-chaoten. über all diese jungen, die nichts gescheiteres zu tun haben, als sich zu besaufen und zu zerstören.

früher, ja früher wäre das nicht passiert. da hatten die jungen noch anstand, oder?

früher – da reichte es auch, wenn man mit geflickten jeans herumlief, um entsprechend aufmerksamkeit zu erhaschen.
heute – da lächelt jeder nur noch müde über die total tätowierten und verpircten körper.

früher  - da kämpfte man um gemeinplätze, wo man sich als junge aufhalten durfte.
heute – da ist der haupt-gemeinplatz die social media welt.

um sich heute als jugendlicher abzugrenzen, reicht es nicht mehr, in gruppen am bahnhof bier zu trinken. niemanden interessiert das mehr.
junge wollen sich bemerkbar machen, abgrenzen –  in jeder generation. heute ist das aber viel schwieriger als früher.

aber krawalle gab es bereits früher. zürich hat diesbezüglich eine lange tradition (globuskrawalle, ajz-zeiten etc.)

krawalle sind deswegen nicht gut, aber es ist auch nicht einfach so, dass früher alles besser war und die heutigen jungen einfach nur monster sind, sondern wir sind ganz einfach älter geworden.

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Freaky Friday

mir wurden von einer journalistin fragen gestellt und zwar z.t. etwas seltsame, wie z.b. “Wäre dein Sexleben ein Kuchen, wie würde er schmecken und heissen?”

ich habe sie beantwortet, hier:

freaky friday

viel spass :-)

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ja, es muss sein

meine töchter werden beide schon die augen verdrehen, aber ja, ich muss noch einen beitrag zu abstimmung vom letzten sonntag schreiben.

ich steh zu unserer demokratie und verteidige die auch gegen jeden. ich finde das resultat von letztem sonntag erbärmlich, hätte es aber noch schlimmer erwartet. finde es aber dahingehend gut, dass die sünneli-partei nun endlich in die pflicht kommt, farbe zu bekennen, was sie auch tut – stichwort: 2-klassen-arbeiterInnen.

ich diskutier(t)e wo ich konnte, um dieses resultat zu verstehen und abzuwenden und ich hörte immer wieder: “ich habe nichts gegen fremde, aber 80’000 menschen zuwanderung pro jahr ist zuviel”. “wegen dieser zuwanderung haben wir stau, hohe mieten und landschaftsverschandelung” (fast o-ton befürworter).

heute habe ich mich dann gefragt, was würden diese leute sagen, wenn statt ausländischer menschen, die 775’000 auslandschweizer verteilt auf die letzten jahre zurückgekommen wären, also auch in etwa 80’000 pro jahr?

die kann man ja nicht plötzlich kontingentieren, da es sich ja um menschen mit CH-pass handelt? die menge wäre die selbe..
oder ist dann das etwas ganz anderes? dann wäre es eben doch ein problem, dass es sich bei diesen 80’000 menschen um ausländer handelt?

UND DANN WOLLT IHR SAGEN, IHR SEID NICHT FREMDENFEINDLICH?

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mitte des lebens

dieses jahr werde ich ein halbes jahrhundert alt. das ist schon wirklich ganz schön alt. meistens fühl ich mich ja nicht ganz so alt – meistens zumindest – wenn es nicht grad nach einer jassnacht mit freunden und alkohol ist oder wenn nicht grad der mond am himmel hell leuchtet und mir mit seiner anziehungskraft das leben, bzw. das schlafen schwer macht.

50 jahre und immer noch lerne ich neues. ende letztes jahr habe ich mit ballett angefangen. ich gleiche zwar eher einem fallenden kartoffelsack als dem sterbendem schwan, aber es macht viel spass und wir sind eine kleine nette gruppe ganz unterschiedlicher leute UND ich bin nicht die älteste, aber mit abstand die unerfahrenste.

und mit line dance haben der mann und ich auch wieder begonnen. mit dem vorsatz, dass wir auch ab und zu zusammen tanzen gehen. nächsten samstag ist es zum ersten mal so weit. konzert im nachbarsdorf mit line dance. ein paar leute vom kurs kommen auch noch mit, dann wirds ein bisschen lustiger.

und singen tu ich auch immer noch und studieren auch… so im grossen ganzen ist mein leben recht ausgefüllt. daneben arbeite ich tagsüber ja meistens noch.

an die körperlichen beschwerden des alters, wie schweissausbrüche, gewöhn ich mich ja so langsam. sie werden auch langsam weniger intensiv und nicht mehr ganz so häufig, und nicht mehr so oft in der nacht. das älter werden hat auch vorteile – definitiv.

und nach meinem geburtstag kann ich dann sagen: beim nächsten runden gehts schon bald auf die pensionierung zu. und da freu ich mich drauf – endlich zeit, um geigen spielen zu lernen :-). etwas muss ich mir ja für meine freien tage noch aufsparen.

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liverpool

freitag

liverpool ist eine stadt, wo man ausserordentlich gut isst. gut, der mann hat sich vorgängig schlau gemacht und hat das resti im voraus reserviert.

liverpool ist eine stadt, wo jung und alt im selben liveclub sitzen. wir haben den altersdurchschnitt nur unwesentlich erhöht, im fall…

liverpool ist eine stadt, wo die frauen sich für den ausgang die langen und kurzen abendkleider anziehen und bei knapp 16 grad ohne jacke und barfuss in den schuhen rumlaufen.

liverpool ist eine stadt, wo die männer für den ausgang vielleicht ein hemd anziehen oder auch nicht und nur mit sweatshirt rumlaufen.

liverpool ist eine stadt, wo man auch hin und wieder genau die typen sieht, die in den englischen filmen die verlierer spielen, die wirklichen verliere, nicht die, die am schluss dann das tolle girl kriegen.

liverpool ist eine stadt, die vom ersten augenblick gefällt.

 

samstag

liverpool ist eine stadt, in der vermutlich 9 von 10 männern abstehende ohren haben – wirklich abstehend.

liverpool ist eine stadt, die einen fussballclub mit steven gerrard haben und trotzdem zum ersten mal in der saison genau dann verlieren, wenn wir zuschauen.

liverpool ist eine stadt mit sicher mind. 1 ausgezeichneten indischen restaurant.

liverpool ist eine stadt mit nur freundlichen leuten, wirklich sehr freundlichen leuten.

sonntag

liverpool ist eine stadt, wo noch immer die beatles im cavern club spielen, oder zumindest eine kopie davon.

liverpool ist eine stadt, wo man anhand der kleidung der frauen sofort sieht, wer touri ist und wer nicht.

montag

liverpool ist eine stadt, die man leider auch wieder verlassen muss.

manchester ist eine stadt, von der man 2x innerhalb eines abends wegfliegt, weil kurz nach flugstart der passagier in der nächst vorderen sitzreihe angst hat, dass er einen herzinfarkt hat.

wenn man dann sieht, dass er nach einer gesundheitlichen kontrolle im krankwagen danach von der polizei begleitet zum flughafengebäude geführt wird, trägt die nachfolgende gründliche kontrolle der sitzreihe des angstpatienten auf grund der zahlreichen jüdischen mitflieger und des eher fremdländischen aussehens des angstpatienten nicht wirklich zu einem guten gefühl für einen neuerlichen flug bei.

 

 

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von grund zu kern…

wie ich ja schon hin und wieder geschrieben habe, studiere ich bildungswissenschaft an der fernuni hagen. nächste woche ist es mal wieder soweit, ich habe prüfung. es ist die letzte prüfung in den grundmodulen. das heisst, ich habe danach das erste drittel meines studiums abgeschlossen.

ab nächstem semester geht es a) zu den kernmodulen, bei welchen ich bereits z.T. aus verschiedenen vertiefungen auswählen kann und b) werde ich da nur noch 2 module mit prüfungen abschliessen, für die weiteren module muss ich arbeiten schreiben. eine ganz neue erfahrung. mal sehen wie das geht. langsam hatte ich es jetzt im griff, wie ich mich über das semester jeweils für die prüfung vorbereiten muss. mit den zu schreibenden arbeiten wird das wieder ganz anders.

aber habe ich schon erzählt, dass ich mir mit 5% des lohnes fast 3 Wochen mehr ferien pro jahr “kaufe”. das entlastet extrem. bei 100%-arbeitstätigkeit wäre sonst ein studium kaum möglich und ich gebe zu, dass meine berufliche und auch lebens-erfahrung das ihrige dazu beitragen, dass mir das studium bis jetzt recht leicht fällt, auch wenn ich keine super noten schreibe. wundert aber auch niemanden bei dem recht geringen aufwand, den ich jeweils betreibe. ist auch nicht mein ziel. ich will das thema verstehen und am schluss nach all den jahren einen bachelorabschluss in den fingern halten :-).
übrigens das thema der bevorstehenden prüfung: bildung, arbeit und beruf (da geht es hauptsächlich um die berufsbildung in deutschland, die glücklicherweise der schweizerischen sehr ähnlich ist).

nur noch 4 jahre ;-)

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sommer? – sommer!

ist schon etwas her, dass ich aus den ferien zurück gekommen bin. da in den ferien, da war es sommer oder zumindest so was ähnliches, zumindest wärmer wie hier und trockener.

unser pool wurde in der zwischenzeit geputzt – wir leisten uns das ja hin und wieder, dass wir den pool putzen lassen – man gönnt sich ja sonst nichts. nur leider blieb uns das mit dem baden noch verwehrt, bzw. mir waren die wassertemperaturen noch nicht ganz genehm, ich bin da etwas heikel. so ab 25°C werde ich dann mal reinsteigen. bis dahin müsste schon noch das eine oder andere mal die sonne scheinen, sonst wird das nichts mit  wasser wärmen.

also esst mal brav weiterhin alle eure teller leer, damit es endlich sommer werde! danke!

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ferien – back home / fotos

Atlanta

Hotelzimmerblick:

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der erste Morgen… mein Bett:

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sein Bett:DSC03702

der erste French Toast…. happy Girl :-)  (es war trotz Fast Food nicht der schlechteste, den ich gegessen habe…)

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Sehenwürdigkeiten, das Coca Cola-Museum natürlich ein MUSS ;-)

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 Savannah – Charleston – Patriots Point

der Mann hat leider von den Städten selber sehr wenig Fotos gemacht. Er hat’s halt mehr so mit der Natur, und die war wirklich sehenswert in den Südstaaten.

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 Nashville – Memphis – Houston

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Vom Winde verweht – Oak Alley Plantage und Sumpftour in Houma

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 New Orleans

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Mädels, leider muss ich Euch mitteilen: Hugh Grant ist gestorben, ich hab sein Grab gesehen:

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ferien – nola

der fuss schmerzte in der nacht immer mehr und ich schlief kaum. ich befürchtete, dass ich noch zum doktor musste.

unser b&b-host carl hat mir am nächsten morgen salbe und verbandszeug gegeben. mit den schuhen ging auch das laufen besser. in meinen taschen entdeckte ich noch ein ponstan und so wurde die welt wieder etwas erträglicher. wir planten den tag so, dass ich nicht ewig laufen musste. zu diesem zweck eignete sich eine schiffstour auf dem mississippi ganz gut. viel mehr machten wir an diesem tag nicht mehr, ausser noch diverse medis (kühlende abschwellende creme und ibuprofen) kaufen und noch eine fussstütze.

der mann hat uns für den gestrigen abend aus dem internet ein leckeres lokal ausfindig gemacht und mit den kleinen rosa pillen war mein fuss wieder soweit zu gebrauchen, dass wir ins french quarter spazieren konnten.

diese blöde verletzung hat mich diese 3 tage in new orleans recht beeinträchtigt. da ich nicht nochmals umknicken wollte, musste ich ständig auf den boden schauen. nolas strassen sind extrem uneben, mit vielen löchern und strassenplatten,die verschieden hoch sind.  dadurch konnte ich aber die gegend nicht beobachten und geniessen. die tabletten haben mich dazu sehr müde gemacht, die sonne und die hitze haben das ihre dazu getan.

wir sind dann gestern trotz sehr gutem konzert im d.b.a an der frenchmen-street ziemlich zeitig nach hause.

heute gings dem fuss bereits bedeutend besser, rosa pillen sei dank ;-).

wir haben uns mit der hop-on/hop-off-tour die stadt angesehen, haben uns dabei beinahe einen sonnenstich geholt ;-).

am nachmittag mussten wir packen und zwar so, dass das gewicht optimal verteilt ist, sprich max. 23kg pro koffer, die wirklich schweren sachen ins handgepäck.

heute abend sind wir für nicht schweizer verhältnisse sehr teuer essen gewesen. das lokal “bayona” gehört der köchin, die als “vorlage” für die spitzenköchin in der serie treme gilt (http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704113504575264393038546032.html#). sie kocht wirklich ausgezeichnet, etwa zu vergleichen mit didi’s frieden in zürich. der service konnte den ansprüchen nicht ganz genügen. die amerikaner sind sich gewohnt, dass man schnell isst und dann relativ schnell das lokal verlässt, so dass ein tisch mehrere male pro abend “verkauft” werden kann. nur so verdient man genug, um das viele personal zu bezahlen.

wir sassen dort aber offensichtlich länger als gewünscht, so dass der service von minute zu minute spürbar pampiger wurde. das hat etwas den ursprünglich sehr guten eindruck des restaurants getrübt.

zum abschluss haben wir uns in unserer “stammbeiz”, dem d.b.a. noch ein bisschen brass-musik angehört. nun noch eine letzte nacht im lauen klima von louisiana und morgen gehts dann zurück in die heimat.

new orleans hätte gut noch ein paar weitere tage was zu bieten gehabt. wir sind aber trotzdem nicht unglücklich, langsam auch wieder nach hause zu kommen.

fötelis der reise folgen. ich habe kaum welche gemacht, und die vom foto-apparat müssen erst auf einen pc geladen werden.

 

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